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Die Osteoporose-Therapie

Ist es zu einem Ungleichgewicht zwischen Knochenaufbau und -abbau sowie einer Verminderung der Knochendichte gekommen, so können oft nur noch Medikamente die verheerende Entwicklung aufhalten. Wenn bei Ihnen eine erhöhte Osteoporosegefährdung vorhanden ist oder die Behandlungsbedürftigkeit festgestellt wird, kann nur Ihr behandelnder Arzt klären, welche Therapie für Sie richtig ist. An dieser Stelle wollen wir deshalb nur einige Informationen zu den derzeit aktuellen und bewährten medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten geben.


Fluoridhaltige Präparate stimulieren die knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten). Durch eine zusätzliche Einnahme von Calcium und Vitamin D wird dem neu gebildeten Knochen ausreichende Stabilität verliehen.
 
Calcitonin
wird entweder gespritzt oder als Nasenspray verabreicht. Die Substanz hemmt den Knochenabbau. Da sie gleichzeitig eine schmerzlindernde Wirkung hat, wird Calcitonin sehr oft am Anfang gegeben, sprich direkt nach einer Fraktur oder einem Wirbelkörperbruch.
 
Biphosphonate sind moderne, sehr wirksame Medikamente gegen Osteoporose. Sie hemmen effektiv und sicher die Osteoklasten (knochenabbauende Zellen) und damit den Knochenabbau. Es kommt zu einer ständigen Zunahme der Knochenmasse und damit der Knochendichte. Gemeinsam mit Calcium und Vitamin D3 sind sie derzeit die effektivsten Medikamente zur Behandlung aller Osteoporoseformen.
 
Hormone (Östrogensubstitution) bremsen den beschleunigten Knochenumsatz. Frauen, die Osteoporose - Risikopatienten sind, erhalten ab Beginn der Menopause vorzugsweise Hormone.
 
SERM ist eine Alternative zur Hormonersatztherapie mit dreifach positiver Wirkung: Stärkung der Knochen, Senkung des Brustkrebsrisikos und des Cholesterinspiegels.
 
Calcium und Vitamin D sind für die Mineralisierung der Knochenmasse verantwortlich und haben sich als Basistherapie etabliert. Heute gültiger Standard ist die Einnahme von täglich mindestens 1000 mg Calcium und ca. 880 I.E. Vitamin D.